Fabrice Bollon

geboren in Paris, absolvierte sein Dirigierstudium am Mozarteum Salzburg in den Meisterklassen von Michael Gielen und Nikolaus Harnoncourt. Von 1994 bis 1998 war er Chefdirigent des Sinfonieorchesters von Flandern und von 1998 bis 2003 stellvertretender Generalmusikdirektor an der Oper Chemnitz. Er arbeitete wiederholt mit Orchestern wie dem Residentie Orchester Den Haag, dem Orchestre National de Lyon, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, der Oper Maastricht, dem New Japan Philharmonic, der Hollands Sinfonia und dem Brabants Orkest zusammen sowie mit zahlreichen deutschen Orchestern wie dem Radio- Sinfonieorchester Stuttgart des SWR (dabei entstanden mehrere CD-Aufnahmen, u. a. mit Werken von Wolfgang Rihm), dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, dem HR Sinfonieorchester Frankfurt, dem Konzerthausorchester Berlin (u. a. CD-Einspielung mit Werken von Ernest Bloch), dem NDR Rundfunkorchester Hamburg oder dem MDR Sinfonieorchester. Seit 2008/09 ist er Generalmusikdirektor am Theater Freiburg, dort dirigierte er in der Spielzeit 2010/11 u. a. die Gesamtaufführung von Richard Wagners RING DES NIBELUNGEN sowie mehrere CD-Aufnahmen mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg. Die CD der Oper FRANCESCA DA RIMINI wird von der internationalen Kritik als Referenzaufnahme gepriesen. 2013 dirigierte er Wagners TANNHÄUSER in Moskau (erste Wagner-Produktion seit 90 Jahren) und ist seither dort regelmäßig als Gastdirigent tätig. Zudem tritt er mit dem Belgrad Philharmonic Orchestra und dem Radio Orchester Ljubljan auf. Fabrice Bollon tritt auch als Komponist in Erscheinung und realisierte als solcher das Konzert VIDERUNT OMNES FÜR DJ UND ORCHESTER (UA 2009 Leipzig) und ein KONZERT FÜR E-CELLO UND ORCHESTER (UA 2011 Karlsruhe). Im Jahr 2014 fand die Premiere seiner Oper OSCAR UND DIE DAME IN ROSA am Theater Freiburg statt.