• Der Kirschgarten // Holger Kunkel // 2017 // Birgit Hupfeld

    Der Kirschgarten //

    Holger Kunkel //

  • Der Kirschgarten // Laura Angelina Palacios, Hartmut Stanke, Rosa Thormeyer, Marieke Kregel, Martin Hohner, Anja Schweitzer, Tim Al-Windawe // 2017 // Birgit Hupfeld

    Der Kirschgarten //

    Laura Angelina Palacios, Hartmut Stanke, Rosa Thormeyer, Marieke Kregel, Martin Hohner, Anja Schweitzer, Tim Al-Windawe //

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Der Kirschgarten

Amir Reza Koohestani nach Anton Tschechow // Premiere 20.10.2017 // Kleines Haus

Tschechows von ihm selbst als „Tragikomödie“ bezeichnetes letztes Drama DER KIRSCHGARTEN erzählt vom drohenden und dann auch eintretenden Verlust eines mit Erinnerungen und Emotionen aufgeladenen Sehnsuchtsortes, der immer da war und nun vermutlich bald nicht mehr da sein wird: Bei Tschechow ist dies der wunderbare, viel geliebte Kirschgarten auf dem Landsitz der Gutsbesitzerin Ranjewskaja und ihres Bruders Gajew. Die einst wohlhabende Familie ist inzwischen hochverschuldet und das Gut mit Hypotheken belastet. Lopachin, dessen Vater noch Leibeigener der Familie war, ist hingegen aufgestiegen und zu Geld gekommen. Er bietet an, den Kirschgarten zu ersteigern und darauf eine Ferienhaussiedlung zu errichten: So könne das Gut gerettet werden. Empört weist das Geschwisterpaar diesen Vorschlag zurück, will von der drohenden Zwangsversteigerung nichts wissen, gibt weiter fröhlich Geld aus, das es doch längst nicht mehr hat … Und ignoriert den anstehenden gesellschaftlichen Umbruch, bis es zu spät ist.

Was ist der „Kirschgarten“ für den iranischen Regisseur Amir Reza Koohestani? Auch in seiner Überschreibung des Tschechowʼschen Dramas weht der Wind der Veränderung und des Wandels. Doch statt auf einem russischen Landgut zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt sein KIRSCHGARTEN in einem in die Jahre gekommenen Jazzclub …

Ob er Tschechow adaptiert, wie schon 2011 bei seinem im Iran und auf Gastspielen in Europa gefeierten IWANOW, oder ob er einen eigenen Text schreibt wie 2015 seine TAXIGESCHICHTEN für das Theater Oberhausen: Amir Reza Koohestani erzählt intime und leise, scheinbar private und auf den ersten Blick einfache Geschichten, hinter denen sich aber bei näherem Hinsehen gesellschaftliche und politische Dimensionen auftun. Mit seiner iranischen Mehr Theatre Group ist der 1978 in Shiraz geborene Koohestani gefeierter Stammgast bei internationalen Festivals, von Avignon über Tokio bis New York und Los Angeles. 2016 eröffnete er mit DER FALL MEURSAULT nach dem Roman von Kamel Daoud die Spielzeit an den Münchner Kammerspielen; 2017 beginnt die Spielzeit am Theater Freiburg mit seinem ganz persönlichen KIRSCHGARTEN.

Tschechows von ihm selbst als „Tragikomödie“ bezeichnetes letztes Drama DER KIRSCHGARTEN erzählt vom drohenden und dann auch eintretenden Verlust eines mit Erinnerungen und Emotionen aufgeladenen Sehnsuchtsortes, der immer da war und nun vermutlich bald nicht mehr da sein wird: Bei Tschechow ist dies der wunderbare, viel geliebte Kirschgarten auf dem Landsitz der Gutsbesitzerin Ranjewskaja und ihres Bruders Gajew. Die einst wohlhabende Familie ist inzwischen hochverschuldet und das Gut mit Hypotheken belastet. Lopachin, dessen Vater noch Leibeigener der Familie war, ist hingegen aufgestiegen und zu Geld gekommen. Er bietet an, den Kirschgarten zu ersteigern und darauf eine Ferienhaussiedlung zu errichten: So könne das Gut gerettet werden. Empört weist das Geschwisterpaar diesen Vorschlag zurück, will von der drohenden Zwangsversteigerung nichts wissen, gibt weiter fröhlich Geld aus, das es doch längst nicht mehr hat … Und ignoriert den anstehenden gesellschaftlichen Umbruch, bis es zu

Mitwirkende

Regie Amir Reza Koohestani Bühne Mitra Nadjmabadi Kostüm Negar Nemati Musik Michael Koohestani Licht Mario Bubic Ton Sven Hofmann Dramaturgie Rüdiger Bering Mit Marieke Kregel (Warja), Laura Angelina Palacios (Dunjascha), Anja Schweitzer (Ranjewskaja), Rosa Thormeyer (Anja), Tim Al-Windawe (Semjon), Martin Hohner (Lopachin), Lukas Hupfeld (Jascha), Holger Kunkel (Gajew), Hartmut Stanke (Firs), N.N. Statisterie (Statisterie)

English

It seems the wonderful cherry orchard on the heavily indebted siblings’ country estate will have to be sold at auction. But both don’t want to believe it. Chekhov’s melancholy social comedy tells of the loss of a place of longing that is loaded with memories and emotions. What is your personal cherry orchard? And what is the globally celebrated Iranian director Amir Reza Koohestani’s cherry orchad?

Mit Unterstützung der TheaterFreunde Freiburg.