• Ply, new edit //  Foto: Pierre Gondard

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Ply, New Edit

Deutschland-Premiere // Yuval Pick / CCNR (FR/IL) // 01. und 02.12.2017 // Kleines Haus

Es geht ganz langsam und sanft los: PLY, NEW EDIT beginnt mit paar Takten Musik und der zerstreuten Einsamkeit sich bewegender Tänzer_innen, alle auf ihrem Platz, auf weißem Tanzteppich. Diese erst vereinzelten Punkte fangen an, sich zu multiplizieren, sich zu verbinden, sich auszudehnen. Die Körper der Tänzer_innen streifen sich, einander immerzu wahrnehmend, ihre jeweiligen Bewegungen ausdehnend. Einige Paare, dann eine Gruppe beginnen, die Bewegungen der anderen in ihren eigenen Körpern nachhallen zu lassen. Häufig scheint es so, als würden sie die Konturen, Formen und Gestalten ihrer Mittänzer_innen nachahmen, um sich in fragmentarischen Versuchen wieder miteinander zu verbinden.

Es klickt und klackert in diesem Stück: der französische Choreograf Yuval Pick zerlegt amerikanische Musik, um ihre wesentlichen Strukturen in facettenreichen, neuen Beziehungen zueinander erscheinen zu lassen. Durch diesen Prozess stößt er auf eine Art choreografisches „Mark“ der Musik – und Yuval Pick klassifiziert nun die musikalischen Bewegungen gemäß neuer Konfigurationen. Er überträgt sie von einem Körper zum anderen, spiegelt sie, verändert ihre Richtungen und zeigt sie kontinuierlich in immer neuen Variationen.

Auf der leeren Bühne begeben sich Yuval Pick und die amerikanische Musikerin Ashley Fure in ein Bewegungs- und Soundlabor, indem das einander vorgeschlagene Material in Schichten organisiert wird. Sowohl auf individueller als auch kollektiver Ebene setzt Yuval Pick Hindernisse für die sich anbahnende Uniformität auf der Bühne, auf der Suche nach anderen Weisen des Miteinanderseins. Mit ihrem Tanz stellt PLY, NEW EDIT die Frage nach dem Schaffen von gemeinsamem Raum: Wie lässt sich eine Gruppe bilden, ohne Individualität oder Subjektivität zu verlieren?

Es geht ganz langsam und sanft los: PLY, NEW EDIT beginnt mit paar Takten Musik und der zerstreuten Einsamkeit sich bewegender Tänzer_innen, alle auf ihrem Platz, auf weißem Tanzteppich. Diese erst vereinzelten Punkte fangen an, sich zu multiplizieren, sich zu verbinden, sich auszudehnen. Die Körper der Tänzer_innen streifen sich, einander immerzu wahrnehmend, ihre jeweiligen Bewegungen ausdehnend. Einige Paare, dann eine Gruppe beginnen, die Bewegungen der anderen in ihren eigenen Körpern nachhallen zu lassen. Häufig scheint es so, als würden sie die Konturen, Formen und Gestalten ihrer Mittänzer_innen nachahmen, um sich in fragmentarischen Versuchen wieder miteinander zu verbinden.

Es klickt und klackert in diesem Stück: der französische Choreograf Yuval Pick zerlegt amerikanische Musik, um ihre wesentlichen Strukturen in facettenreichen, neuen Beziehungen zueinander erscheinen zu lassen. Durch diesen Prozess stößt er auf eine Art choreografisches „Mark“ der Musik – und Yuval Pick klassifiziert

Mitwirkende

Choreografie Yuval Pick Lichtdesign Nicolas Boudier Musikalische Leitung Icram Manuel Poletti Kostüme Emilie Piat Sound Manager Clément Hubert Mit Thibault Desaules (Mit), Adrien Martins (Mit), Julie Charbonnier (Mit), Guillaume Zimmermann (Mit), Madoka Kobayashi (Mit)

English

It begins rather slow and gentle: PLY, NEW EDIT starts with a with a few “grains” of music with the dispersed solitude of dancers moving, each in his or her own space on a white dance floor. These grains begin to multiply, to combine, to extend. The bodies of the dancers begin to brush against each other, being aware of one another, prolonging their respective movements. Next, a few couples, then a group, begin discreetly echoing, furtively exchanging shapes, linking to each other in fragmentary attempts.

The French choreographer Yuval Pick strips down contemporary American Music into its many layers, deconstructing them in order to re-deploy their essential structures to his dancers bodies. Having distilled this process down to a sort of pure choreographic “marrow,” he begins to classify the movement according to new configurations, moving them in mirror patterns, transferring them from one dancer to another, reversing their directions, exposing them to continual variation, in which they will be executed in different rhythms or from different points of view.

Working from the blank page of the empty stage, Yuval Pick and the American composer Ashley Fure invented a movement and sound lab, each proposing materials that are organized in various strata or layers and that communicate with each other, through their analogies as well as through their counterpoints and tensions. At the individual as well as at the collective level, Yuval Pick creates onstage obstacles to uniformity, seeking other ways of being together. Through dance, PLY, NEW EDIT asks the question how to create common spaces and how to create a group without losing either one’s individuality or subjectivity.

Eine Produktion von CCNR – Centre; Centre Choréographique National de Rillieux-la-Pape, Leitung Yuval Pick, in Koproduktion mit Ircam-Centre Pompidou Paris, Le Rive Gauche, Saint-Etienne-du-Rouvray, TEAT Champ Fleuri | TEAT Plein Air, Théâtres départementaux de La Réunion. Mit freundlicher Unterstützung durch eine Residenz in MAC de Créteil.