Mittwoch, 15.03.2017 - 20:00 Uhr

Hanya Yanagihara: Ein wenig Leben

Lesung und Gespräch in der Reihe Seitenwechsel
Ein Großwerk, das „dich verrückt machen, verschlingen und von deinem Leben Besitz ergreifen kann”: Nur in Superlativen schrieb der New Yorker über Hanya Yanagiharas Roman "Ein wenig Leben". Die 1974 geborene Yanagihara, eigentlich Redakteurin des Stilmagazins der New York Times, donnerte mit ihrem zweiten Roman direkt auf die Shortlists des Man Booker Prize und des National Book Awards und sorgte für eines der meistbesprochenen und bestverkauften Bücher des Jahres in den USA. Ein wenig Leben handelt von Jahrzehnten Freundschaft zwischen vier Männern in Manhattan und dem klaffenden Spalt zwischen ersehntem und gelebtem Leben. Die düster-charismatische Figur im Herz der Handlung ist der genial begabte, jedoch seltsam undurchschaubare Jude St. Francis, von dessen Innenleben seine Freunde beinahe nichts wissen – weder davon, wo er herkommt, noch von seiner sexuellen Identität oder von der Geschichte seiner körperlichen Versehrtheit und der grausamen Schmerzen, die ihn stetig heimsuchen. Yanagihara gelingt mit diesem Roman ein furioser literarischer Höllenritt, und "Ein wenig Lebe" zielt mit fürchterlicher Schönheit direkt ins Mark der menschlichen Existenz. In Amerika avancierte das wuchtige Epos zum Kultbuch und die Autorin selbst zum gefragten Gast im Late-Night-Fernsehen. Eine Verfilmung durch den Oscar-Preisträger Scott Rudin ist in Arbeit.

Veranstaltungssprache: Englisch & Deutsch

Eine Veranstaltung von Theater Freiburg, Carl-Schurz-Haus Freiburg, Literaturbüro Freiburg, jos fritz Buchhandlung