Samstag, 27.10.2012 - 20:00 Uhr

Tremor

Choreografie Sebastian Matthias
mit Lisanne Goodhue und Isaac Spencer
Für das Freiburger Publikum die erste Begegnung mit einer Arbeit des Choreografen Sebastian Matthias, den die Zeitschrift Tanz kürzlich als »Hoffnungsträger der Choreografie« bezeichnet hat. Er macht in diesem Stück das Bewegungsphänomen des Tremors zum Ausgangspunkt seiner tänzerischen Forschung. Er untersucht das unwillkürliche, sich rhythmische Zusammenziehen einander entgegengesetzter Muskelgruppen. Ergebnis ist eine reduzierte, aber ebenso faszinierende Choreografie, die unsere Wahrnehmung zum Ursprung von Bewegungen führt und unmittelbar berührt.

Eine Produktion von K3-Zentrum für Choreografie / Tanzplan Hamburg
Koproduktion Dampfzentrale Bern / Unterstützt von der Hamburgischen Kulturstiftung

Biografie

Nach seiner Ausbildung an der Juilliard School in New York tanzte Sebastian Matthias ab 2004 am Nürnberger Staatstheater und bei Hubbard Street Dance Chicago (USA). Nach Deutschland zurückgekehrt, studierte er an der Freien Universität Berlin Tanzwissenschaft (MA, 2010) und befasste sich gemeinsam mit Karin Hermes mit dem Tanzrepertoire des 20. Jahrhunderts. Ausgehend vom Bauhaus beginnt die Beschäftigung mit Bewegungsqualitäten, welche seine choreografische Arbeit bis heute prägt. 2009 war Sebastian Matthias Artist in Residence im Rahmen von Pépinières européennes pour jeunes artistes am LADMMI, Montréal (Kanada), und 2010 Residenzchoreograf am K3 - Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg. Seine Arbeit "Tremor" wurde 2011 beim Festival 100° Berlin mit dem Jurypreis der Sophiensaele ausgezeichnet. Außerdem erfolgten Zusammenarbeiten mit dem Quartier des spectacles in Montréal, dem Theater Vorpommern, dem NDR und dem Ensemble Resonanz. Ab März 2012 wird er seinen Ansatz zur künstlerischen Forschung mit einem Doktoranten-Stipendium an der HCU-Hamburg vertiefen und auf partizipative Prozesse ausweiten.