•   Foto: Britt Schilling

2. Sinfoniekonzert

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (1776-1822): Sinfonie Es-Dur // Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 // Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847): Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107 „Reformations-Sinfonie“ // Einführung 19.00 Uhr // Daniel Carter // Konzerthaus

Das romantische Universalgenie E. T. A. Hoffmann ist uns in erster Linie noch als Dichter bekannt, jedoch verbrachte er die längste Zeit seines Lebens als Musiker, Kapellmeister und Komponist. Seine 1805 in Warschau komponierte Es-Dur Sinfonie zeigt, dass sich der Komponist zuvor eingehend mit Mozart auseinandergesetzt hat; insbesondere dessen Es-Dur Sinfonie KV 543 scheint Pate gestanden zu haben.

Zwei Wochen vor seinem Tod vollendete Mozart sein wohl schönstes und reifstes Instrumentalkonzert, das Klarinettenkonzert. Er schrieb es für seinen Freund und Logenbruder, den Klarinettisten Anton Stadler. Durch diese Freundschaft wusste Mozart genau, was er dem Instrumentalisten abverlangen konnte, und wo die Qualitäten des Instruments sind. Das Klarinettenkonzert hat einen weichen, sehnsuchtsvollen Charakter. Besonders im langsamen Satz erfüllt Mozart die Forderung der Zeitgenossen, dass der Klarinettist seinen Vortrag wie ein Sänger gestalten müsse – in der Tat fehlt dem zweiten Satz lediglich der Text, um eine Arie zu sein. Das ebenso virtuose wie populäre Konzert wird interpretiert von Sonja Villforth, der Soloklarinettistin des Philharmonischen Orchesters Freiburg.

Der zum evangelischen Glauben konvertierte Jude Felix Mendelssohn, der das Evangelium sehr ernst nahm, komponierte seine zweite Sinfonie anlässlich der 300-Jahr-Feier des Augsburger Bekenntnisses von 1530. Da er die Sinfonie aus eigenem Antrieb und ohne Auftrag komponierte, kam es 1830 zu keiner Aufführung, zumal die von Frankreich auf Deutschland übergreifende Julirevolution Feiern zum Kirchenjubiläum verhinderte. Mendelssohn bezieht diverse evangelische Gesänge in seine Sinfonie ein – als berühmtesten Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“ in der Introduktion des Finalsatzes – weshalb sie den Titel „Reformationssinfonie“ erhielt. Nach der Berliner Uraufführung 1832 distanzierte sich der Komponist von dieser Sinfonie, weshalb sie erst posthum als „5. Sinfonie“ veröffentlicht wurde.

Das romantische Universalgenie E. T. A. Hoffmann ist uns in erster Linie noch als Dichter bekannt, jedoch verbrachte er die längste Zeit seines Lebens als Musiker, Kapellmeister und Komponist. Seine 1805 in Warschau komponierte Es-Dur Sinfonie zeigt, dass sich der Komponist zuvor eingehend mit Mozart auseinandergesetzt hat; insbesondere dessen Es-Dur Sinfonie KV 543 scheint Pate gestanden zu haben.

Zwei Wochen vor seinem Tod vollendete Mozart sein wohl schönstes und reifstes Instrumentalkonzert, das Klarinettenkonzert. Er schrieb es für seinen Freund und Logenbruder, den Klarinettisten Anton Stadler. Durch diese Freundschaft wusste Mozart genau, was er dem Instrumentalisten abverlangen konnte, und wo die Qualitäten des Instruments sind. Das Klarinettenkonzert hat einen weichen, sehnsuchtsvollen Charakter. Besonders im langsamen Satz erfüllt Mozart die Forderung der Zeitgenossen, dass der Klarinettist seinen Vortrag wie ein Sänger gestalten müsse – in der Tat fehlt dem zweiten Satz lediglich

Mitwirkende

Klarinette Sonja Villforth Dirigent Daniel Carter