•   Foto: Britt Schilling

3. Sinfoniekonzert

Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908): Capriccio espagnol op. 34 // Édouard Lalo (1823-1892): Violinkonzert Nr. 2 d-Moll op. 21 „Symphonie espagnole” // Rodion Konstantinowitsch Schtschedrin (*1932): Carmen-Suite (nach Georges Bizet) // Einführung 19.00 Uhr // Dienstag, 27. Februar 2018, 20 Uhr // Konzerthaus

Ein feuriger spanischer Konzertabend, ohne einen einzigen spanischen Komponisten? Die drei brillanten Musikstücke dieses Konzerts beziehen sich allesamt auf spanische Folklore, auf Volkstänze und Zigeunermusik. Rimski-Korsakow komponierte das „Capriccio espagnol“ in den Sommerferien 1887 in Russland – Spanien hat er in seinem ganzen Leben nie gesehen. Dennoch fand er instinktiv den richtigen Umgang mit dieser südländischen Musik, die den Zuhörer mit ihrem Temperament unmittelbar anspricht.

Inspiriert durch die Begegnung mit dem berühmten Geiger Pablo de Sarasate entstand 1874 das erste Violinkonzert op. 20 des bei uns nahezu unbekannten französischen Komponisten Édouard Lalo. Unmittelbar darauf gab Sarasate bei ihm ein zweites Violinkonzert in Auftrag, die „Symphonie espagnole“, die durch den Auftraggeber 1874 in Paris uraufgeführt wurde. Trotz des ausgewogenen Wechselspiels zwischen Solist und Orchester lässt die Komposition von Anfang an keinen Zweifel an ihrer konzertanten Struktur aufkommen, die den virtuosen Fähigkeiten des Solisten viel Raum gibt. Die Verarbeitung spanischer Themen ist dabei durchaus als Hommage an Sarasate zu verstehen. Dank effektvoller Instrumentierung und einprägsamer Melodien sowie durch den brillanten und für Geiger sehr dankbaren Solopart, den in diesem Konzert die aufstrebende junge Freiburgerin Milena Wilke interpretieren wird, konnte sich das Werk einen dauerhaften Platz im Konzertrepertoire erobern.

Der 1932 in Moskau geborene Komponist Rodion Schtschedrin arrangierte 1967 Bizets „Carmen“ neu zu einer abendfüllenden Ballettmusik für das Bolschoi-Theater. Die „Carmen-Suite“ für Streicher und 47 Schlaginstrumente folgte innerhalb von nur 20 Tagen. Die unabhängige, freiheitsliebende Carmen und die erotischen Anspielungen waren den sozialistischen Kulturbonzen zuwider, das Stück fiel durch. Inzwischen zählt die „Carmen-Suite“ aber zu einem der meistgespielten Werke überhaupt.

Ein feuriger spanischer Konzertabend, ohne einen einzigen spanischen Komponisten? Die drei brillanten Musikstücke dieses Konzerts beziehen sich allesamt auf spanische Folklore, auf Volkstänze und Zigeunermusik. Rimski-Korsakow komponierte das „Capriccio espagnol“ in den Sommerferien 1887 in Russland – Spanien hat er in seinem ganzen Leben nie gesehen. Dennoch fand er instinktiv den richtigen Umgang mit dieser südländischen Musik, die den Zuhörer mit ihrem Temperament unmittelbar anspricht.

Inspiriert durch die Begegnung mit dem berühmten Geiger Pablo de Sarasate entstand 1874 das erste Violinkonzert op. 20 des bei uns nahezu unbekannten französischen Komponisten Édouard Lalo. Unmittelbar darauf gab Sarasate bei ihm ein zweites Violinkonzert in Auftrag, die „Symphonie espagnole“, die durch den Auftraggeber 1874 in Paris uraufgeführt wurde. Trotz des ausgewogenen Wechselspiels zwischen Solist und Orchester lässt die Komposition von Anfang an keinen Zweifel an ihrer konzertanten Struktur

Mitwirkende

Musikalische Leitung Gerhard Markson