• Hoffmanns Erzählungen // Solen Mainguené, Anja Jung, Juan Orozco // 2017 // Tanja Dorendorf

    Hoffmanns Erzählungen //

    Solen Mainguené, Anja Jung, Juan Orozco //

  • Hoffmanns Erzählungen // Inga Schäfer, Rolf Romei, Roberto Gionfriddo, Opernchor des Theater Freiburg // 2017 // Tanja Dorendorf

    Hoffmanns Erzählungen //

    Inga Schäfer, Rolf Romei, Roberto Gionfriddo, Opernchor des Theater Freiburg //

  • Hoffmanns Erzählungen // Rolf Romei, Juanita Lascarro, Juan Orozco, Inga Schäfer 2017  // Tanja Dorendorf

    Hoffmanns Erzählungen //

    Rolf Romei, Juanita Lascarro, Juan Orozco, Inga Schäfer

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Hoffmanns Erzählungen

Jacques Offenbach // Fantastische Oper in fünf Akten // Libretto von Jules Barbier // In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln // Premiere 22.10.2017 // Großes Haus

Im Weinkeller von Lutter & Wegner sitzt der Dichter E. T. A. Hoffmann mit seinen Saufbrüdern und erfindet, schon ordentlich angetrunken, drei fantastische Liebesabenteuer mit der Puppe Olympia, der Sängerin Antonia und der Prostituierten Giulietta. Hoffmann versucht, mit seinen Geschichten der eigenen Geschichte zu entkommen, aber chancenlos scheitert der Künstler in den mysteriösen Mini-Dramen jedes Mal wieder an der Welt, der Liebe und an Lindorf, seinem Widersacher. Gleichzeitig offenbart uns Hoffmann in seinen Schauergeschichten mit skeptischem Spott das Gespenstische der Wirklichkeit.

Das künstlerische Multitalent E. T. A. Hoffmann (1776–1822) dichtete, zeichnete, komponierte, rezensierte, karikierte, liebte und zechte – nachts jedenfalls. Tagsüber war er preußischer Gerichtsrat und Kapellmeister. In seinem Selbstverständnis sah er sich aber vor allem als Komponist, auch wenn es nicht diese Kunst war, die ihm den Ruhm der Nachwelt einbrachte. „Dort wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an“, lautete sein bekanntes Credo, und so scheint es, als hätte Jacques Offenbach, der berühmte „Operettenkönig“ von Paris, E. T. A. Hoffmann nicht nur als Dichter, sondern vor allem als Musiker fortgeschrieben, als er ihn zur Hauptfigur seiner letzten und einzig ernsten Oper machte. Funkelnd, musizierfreudig, empfindsam, dramatisch und von feiner Ironie ist die Musik, die Offenbach in seiner Todesstunde – er verstarb noch vor der Uraufführung 1881 – für seinen HOFFMANN schrieb.

Wozu aber braucht es Dichter in einer Zeit der ökonomischen Effizienz, globalen Beschleunigung und industriellen Mengen-Bespaßung? Mit dieser Frage nähert sich das französische Regie-Kollektiv Clarac-Deloeuil > le lab seiner Inszenierung von HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN. Oper ist für sie vor allem eine politische Kunstform, und in ihren Arbeiten machen sie ihre präzise Beobachtung unserer Wirklichkeit sichtbar und erlebbar. Mit der Regie von HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN geben sie in Freiburg ihr Deutschland-Debüt und verstricken die Künstlerfigur in Konflikte gnadenloser Machtinteressen, die sie das Leben kosten kann.

Im Weinkeller von Lutter & Wegner sitzt der Dichter E. T. A. Hoffmann mit seinen Saufbrüdern und erfindet, schon ordentlich angetrunken, drei fantastische Liebesabenteuer mit der Puppe Olympia, der Sängerin Antonia und der Prostituierten Giulietta. Hoffmann versucht, mit seinen Geschichten der eigenen Geschichte zu entkommen, aber chancenlos scheitert der Künstler in den mysteriösen Mini-Dramen jedes Mal wieder an der Welt, der Liebe und an Lindorf, seinem Widersacher. Gleichzeitig offenbart uns Hoffmann in seinen Schauergeschichten mit skeptischem Spott das Gespenstische der Wirklichkeit.

Das künstlerische Multitalent E. T. A. Hoffmann (1776–1822) dichtete, zeichnete, komponierte, rezensierte, karikierte, liebte und zechte – nachts jedenfalls. Tagsüber war er preußischer Gerichtsrat und Kapellmeister. In seinem Selbstverständnis sah er sich aber vor allem als Komponist, auch wenn es nicht diese Kunst war, die ihm den Ruhm der Nachwelt einbrachte. „Dort wo die Sprache aufhört, fängt die

Mitwirkende

Musikalische Leitung Fabrice Bollon Regie, Bühne, Kostüme Jean-Philippe Clarac, Olivier Deloeuil Künstlerische Mitarbeit Lodie Kardouss Licht Christophe Pitoiset Video Jean-Baptiste Beis Graphikdesign Julien Roques Ton Achim Vogel Chor Norbert Kleinschmidt, Bernhard Moncado Dramaturgie Tatjana Beyer Luc Bourrousse Mit Sébastien Guèze (Hoffmann), Juan Orozco (Lindorf, Coppelius, Dapertutto, Mirakel), Samantha Gaul (Olympia), Juanita Lascarro (Giulietta), Solen Mainguené (Antonia), Roberto Gionfriddo (Andreas, Cochenille, Pitichinaccio, Franz), Inga Schäfer (Niklaus), Anja Jung (Stimme der Mutter), John Carpenter (Schlehmil), Jörg Golombek (Spalanzani), Jongsoo Yang (Wilhelm), Jörg Golombek (Nathanael), Jin Seok Lee (Crespel, Luther), John Carpenter (Hermann), Stefan Fiehn (Wolfram), Stefanie Mrachacz (Stella), Stefanie Mrachacz (Schauspieler), Thieß Brammer (Schauspieler), Philharmonisches Orchester Freiburg (Orchester!), Opernchor des Theater Freiburg (Chor!), Statisterie des Theater Freiburg (Statisterie)

English

The poet E. T. A. Hoffmann, the protagonist of this opera, knows all about the wild fantasies of a creative spirit.
Hoffmann fights for his life with the means of art – and for art itself, here and now. It’s an opera about the opera in an opera. Theater Freiburg is bringing the French artist collective Clarac-Deloeuil > le lab to Germany for the first time for the opening show of the music theater.

Mit Unterstützung der ExcellenceInitiative der TheaterFreunde Freiburg.